Einst als Trends bezeichnet, führt heute kaum ein Weg an Storytelling vorbei. Die absatzwirtschaftliche Methode, Geschichten zu erzählen, verleiht Unternehmen und seinen Produkten ein Gesicht. Zielgruppen werden so durch den Einsatz dramaturgischer Methoden an eine Marke gebunden. Doch wie genau funktioniert Storytelling und warum ist es wichtig?

Was ist Storytelling?

Das Prinzip des Storytelling basiert auf der narrativen Psychologie, welche davon ausgeht, dass Menschen sich selbst und ihre Umwelt über Geschichten definieren und erklären. So ermöglichen Geschichten einen nachhaltigen Lerneffekt, gleichzeitig werden jedoch auch Emotionen angesprochen. Stories prägen die Kommunikation und Nachrichten können effektiver transportiert und aufgenommen werden. Das Ergebnis? Die Brand Awareness bei der Zielgruppe wird auf emotionaler und kognitiver Ebene nachhaltig gesteigert. Genau darauf zielt Storytelling ab: Der Konsument soll die Marke mit bestimmten Emotionen verknüpfen, wodurch die Bindung zur jeweiligen Marke gesteigert wird, was wiederrum zu erhöhten Kaufentscheidungen führt.

Funktionsweise von Storytelling

Wie genau Storytelling abläuft ist nur gering definiert. Jedoch gibt es Eigenschaften, die in der Regel jede Story beinhaltet:

  • Einen oder mehrere Protagonist(en)
  • Ein Ereignis oder Problem
  • Die Lösung, das Scheitern oder das Umgehen des Problems

Die Erzählung dieser Geschichte sollte aktivieren, emotionalisieren, begeistern und binden. Desto besser diese Prozesse funktionieren, desto eher kann Storytelling das gewünschte Ziel erreichen. Storytelling kann auf viele verschiedene Arten erfolgen: Videos, Texte oder Bilder – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Vorteile von Storytelling

Marken, die beim Konsumenten Emotionen auslösen, bleiben diesem auch stärker in Erinnerung. Gerade das ist ein wichtiger Punkt. Konsumenten werden jeden Tag von all möglichen Seiten mit Werbung beschallt, sind reizüberflutet, wodurch nur 1-2% der Werbung wirklich wahrgenommen werden. Umso wichtiger ist es, sich mit geeigneter Werbung durchzusetzen und dem Konsumenten im Gedächtnis zu bleiben. Durch Storytelling werden Informationen vereinfacht und anschaulich dargestellt. So wird nicht nur das Interesse geweckt, sondern die Werbebotschaft im Gedächtnis verankert.

Storytelling im B2B

Ob im B2C oder B2B: Storytelling kann sinnvoll eigesetzt werden, um Unternehmenswerte und Funktionsweisen eines Produktes verständlich zu machen. Gerade bei komplexen Themen ist Storytelling ein Muss, da Informationen so einfacher und länger im Gedächtnis bleiben. Doch wie lassen sich diese Erkenntnisse hinsichtlich Geschäftsentscheidungen und der Lieferantenwahl nutzen? In dieser Hinsicht werden Entscheidungen in der Regel immer durch die gleichen Emotionen beeinflusst. Ein potenzieller Lieferant sollte dem Zielkunden positive Emotionen vermitteln, sodass bei diesem Emotionen wie Freude, Interesse oder Vertrauen entstehen. Diese Emotionen haben maßgeblichen Einfluss auf Kaufentscheidungen oder die Lieferantenwahl. Es liegt also auf der Hand, dass Storytelling sich auch im B2B eignet, da anhand dieser Methode gezielt Gefühle ausgelöst werden können, um Einfluss auf den Konsumenten auszuüben.